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Meine Geschichte wie ich zum Mörder wurde... (Jeff the Killer Vorgeschichte)

2:Die Schulzeit ging sehr schnell vorbei, da ich kaum aufpasste und nur nachdachte. Warum war sie hier? Was wollte sie? Wer würde ihr nächstes Opfer sein? Ich hatte noch immer keine Antworten. „Hey Schatz!“, Vickys schrille Stimme und der Kuss den sie mir auf die Wange presste rissen mich unsanft aus meinen Gedanken. „Warum sitzt du denn hier allein in der Kälte rum?“, fragte sie. „Ich…ähm…keine Ahnung.“, ich wusste es nicht. Ich wusste nicht mal wie und wann ich das Schulgebäude verlassen hatte. Vicky find an mir ihre Tagesabläufe der letzten fünf Tage zu erzählen. Das meiste verstand ich nicht, entweder redete sie zu schnell oder ich verstand nicht was sie meinte. Aber einen Satz hatte ich verstanden. „Was ist mit Jason und Lisa?“, entsetzt sah ich sie an. „Oh Jeff! Du bekommst ja gar nicht mit. Pass doch mal auf! Sie haben sich getrennt, weil Lisa ihn nicht mehr liebt und weil sie mit ihren Eltern die Stadt verlässt, du Dummkopf. Das ist so respektlos. Der arme Jason. Ich muss jetzt los ich treffe mich mit ihm zum Reden.“, sagte sie. „Warte…WAS…?“, langsam wurde ich sauer. „Ach Schatz“, sie umarmte mich…sehr herzlos. „Sei nicht eifersüchtig das ist doch kindisch! Wir reden nur!“, lachend verschwand sie. Ich saß noch immer auf der Bank vor meiner Schule und wusste nicht ob ich gehen oder bleiben sollte. Obwohl ich noch immer sehr verwirrt von diesen ganzen Sachen war, entschied ich mich dafür nach Hause zu fahren. Ich schleppte mich also zu meinem matt schwarzen Jeep und fuhr los.Als ich die Haustüre aufsperrte hörte ich laute Musik. Sie kam aus dem Wohnzimmer. Ich öffnete die Türe und stellte fest, dass es meine Lieblings-CD war. Wish you were here von Pink Floyd. Die leeren Bier Dosen, die überall herum lagen, füllten den Raum mit einem vertrauten Geruch. Ich betrat das Wohnzimmer. Roxy lag auf der Couch. Sie war wahrscheinlich duschen, denn ihre nassen Haare hinterließen einen feuchten Fleck auf dem Polster, auf dem sie lag. Die Boxershort und das Nirvana Shirt, das sie noch immer trug, waren natürlich von mir. In der Hand hatte sie einen Playstation Controller. Sie spielte Far Cry 3 und aß dabei Chips. Auf dem Tisch lagen viele andere Spiele…Halo, Battlefield, Skyrim, Fallout 4, Borderlands und Dead Island. Ich wusste gar nicht, dass sie gerne spielt oder Pink Floyd hört, was mir aber sehr gefiel! Als ich sie begrüßte und mich neben sie auf die Couch fallen ließ, bemerkte ich erst, dass sie rauchte. Es war mit Sicherheit keine Zigarette, das verriet mir der Geruch. Sie pausierte das Spiel, drehte sich zu mir und fing an breit zu grinsen. „Erinnert dich das an etwas?“, sagte sie und grinste noch mehr. „…Hä…Was?...“, ich war wiedermal verwirrt. „Na das alles hier! Komm schon…streng dein Hirn an!“, sie klopfte mir leicht auf den Kopf und lachte. Sie hielt mir den Joint hin und sah mich auffordernd an. „Danke, nein…ich rauche nicht.“, sagte ich und drückte ihre Hand von meinem Gesicht weg. „Du rauchst nicht MEHR! Komm schon! Irgendwo in deinem kranken kaputten Schädel müssen doch die Erinnerungen sein!“, sie schrie mich an. Ihre Augen glühten vor Wut, aber eine kleine winzige Träne rannte ihre Backe herunter und tropfte auf den Controller. Ich war noch mehr verwirrt. Wovon sprach sie? Warum war sie sauer? Warum weinte sie? Warum hatte sie plötzlich Gefühle? „Es…tut mir leid, Roxy…ich weiß nicht wovon du sprichst…“, sagte ich. Sie tat mir leid. Sie nickte, wischte die Träne weg und spielte weiter. Sie sah so traurig aus, dass sie mir leid tat. Schweiß gebadet wachte ich auf. Ich sah mich um. Mein Zimmer war hell erleuchtet. Wie und wann bin ich hier her gekommen? Naja egal. Ich sah zu meinem Wecker…16.30. Was zur Hölle?! Wie lang habe ich geschlafen? Habe ich was geträumt? Ich stieg aus dem Bett und nochmal traf mich der Schlag. Warum bin ich angezogen im Bett gelegen? Ich hatte wie immer meine schwarzen Chucks an, eine dunkle Hose, ein weißes Shirt und meine Lederjacke. Warum bin ich so dreckig? Der ganze Boden, mein Bett und mein ganzer Körper waren voller Erde, Schlamm, Dreck und sonst noch irgendwas. „Ok…beruhig dich…“, sagte ich zu mir selbst. Ich zog mich um und warf das dreckige Zeug auf den Boden. Warum bin ich so müde? Verdammt was ist hier los?! Ich öffnete die Tür meines Schlafzimmers. Die ganze Wohnung war dreckig, überall lagen Bierdosen und leere Packungen von Chips. Roxy…bei dem Gedanken schlug ich mir selbst mit der flachen Hand gegen die Stirn. „Roxy?!“, schrei ich. „Verdammt nochmal! ROXY!“, ich lief schreiend durch die Wohnung. Doch sie war nicht hier. Wo war sie? „Hoffentlich geht es ihr gut…“, sagte ich zu mir und schämte mich gleichzeitig, dass ich mir Sorgen machte um sie. Ich begann aufzuräumen, doch das Chaos wurde einfach nicht weniger. Hoffentlich kommt sie bald wieder nach Hause. HALT! Was dachte ich da schon wieder? Wenn sie da ist soll sie aufräumen! Gerade als ich mich maßlos über mich selbst aufregen wollte, klingelte mein Handy. ~Vicky H. <3~ ruft an. Ich versuchte mich zu beruhigen. „Ja?“, sagte ich und versuchte nicht genervt zu klingen. Doch Vickys Stimme nach war mein Versuch gescheitert. „Was soll denn bitte dieser Ton?!“, schrei sie ins Handy. Ich verzog mein Gesicht und hielt das schreiende Handy von meinem Ohr weg. „Vor drei Stunden hast du gesagt du bist gleich da! Was soll der scheiß? Ich liebe dich und tue alles damit das funktioniert!“, schrie sie weiter. „Vor drei Stunden habe ich geschlafen…“, flüsterte ich. Wie hätte ich sie anrufen können? Und wenn sie mich liebt, wieso sagt sie mir das nur wenn sie sauer ist? Und…was tut sie denn damit das funktioniert, außer meckern? „Einen Scheiß hast du! Du hast nicht geschlafen! Wir haben telefoniert! Sag mal willst du mich verarschen?! Du machst immer alles kaputt! Du-…“, keifte sie. Mittlerweile hörte ich ihr nicht mehr zu. Ich war immer Schuld. Ja gut…damit kann ich leben! Schon langsam hatte ich keine Lust mehr. Ich war genervt, verwirrt und hatte wirklich keine Lust mir für alles die Schuld geben zu lassen. Ich führte das Handy weg von meinem Ohr und legte einfach auf. Ich schmiss das Handy auf den Boden, sodass das Display sprang und der Akku rausflog. Ich ging ins Wohnzimmer und legte mich zwischen leeren Chips Packungen auf die Couch. Eine geöffnete Bier Dose stand auf dem Tisch. Ich trank sie mit einem Schluck aus. Der Fernseher war an und Fallout 4 gerade pausiert. Ich zuckte mit den Schultern. Ich bekam eh keine Antworten also stellte ich keine Fragen mehr. Ich nahm den Controller und spielte weiter. Ich hatte keine Ahnung wie lang ich gespielt hatte, doch plötzlich kam Roxy zur Tür herein. Ich stoppte das Spiel und sah sie an. Ihre roten Haare waren offen und zerzaust. Sie hatte hohe schwarze Lederstiefel und ein kurzes schwarzes Kleid an. Es hatte Löcher und überall Reisverschlüsse und Nieten. Sie sah aus wie eine Nutte…aber irgendwie auch sexy. „Wo warst du? Und warum sieht es hier so aus? Was ist passiert?“, sie sah mich nicht an und ignorierte mich. Ich wollte eigentlich meinen Blick von ihr wenden, als sie plötzlich anfing sich auszuziehen. Ich starrte sie an…sie war wunderschön. „Hör auf mich so anzusehen…da ist nichts was du noch nicht gesehen hast.“, sie zwinkerte mir zu. „Und noch was…gute Arbeit!“, sagte sie und ging nackt die Treppen hoch. Was meinte sie damit? Welche Arbeit? Es reicht…ich will Antworten! Ich rannte die Treppen hoch und stürmte ins Bad. „Was soll der Scheiß eigentlich?!“, schrei ich. Der Dampf im Badezimmer war schön warm. Durch den Duschvorhang erkannte man Roxys nackte Silhouette. „Was meinst du mit Arbeit? Und warum schlafe ich so viel? Und warum sind alle so komisch?“, ich war verzweifelt und wütend. Das Wasser wurde abgedreht. Roxy streckte ihre Hand nach draußen. „Handtuch!“ Wieso antwortet sie mir nicht? Sie zog den Vorhang zur Seite und sagte: „Gibst du mir jetzt bitte das Handtuch?!“ Wen interessierte das scheiß Handtuch…was war hier los? „Hallo?“, sie schnipste mit ihren dünnen Fingern vor meinem Gesicht herum. Verdammt…ich sollte mich nicht immer von ihrem Körper ablenken lassen. Ich gab ihr das Handtuch und versuchte mich auf ihr Gesicht zu konzentrieren. Aber das schaffte ich nicht. Die Wassertropfen lösten sich aus ihren Haaren und rannten über ihr Gesicht…über ihren dünnen Hals…weiter…zwischen ihren Schlüsselbeinen hindurch…bis sie in der kleinen Spalte zwischen ihren Brüsten verschwanden. Ich konnte einfach nicht wegsehen.
8.2.16 17:42
 
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